Denn: die Türe wurde geöffnet, uns konnte sie unmöglich sehen da hörten wir: "Der Hund kommt mir nicht auf den Teppich!" Wieso wusste sie, dass ich einen Hund mitbrachte? Ziemlich belämmert stand ich nun mit Sascha in den Armen da. Ich hatte mich so gefreut, ihr den Stinker zu zeigen und nun dies; woher wusste sie es?
Wir durften dann doch rein. Ich setzte Sascha ab. Er legte sich erst mal flach auf den Bauch, die ganze Sache war ihm nicht so geheuer. Mir, ehrlich gesagt, in diesem Moment auch nicht mehr.
Sie erzählte, ein Herr hätte angerufen und gesagt, wir hätten das Hundefutter bei ihm vergessen. Auf die Antwort, wir hätten gar keinen Hund und er habe sich sicherlich verwählt erwiderte der Mann: "Ihre Tochter hat heute Abend einen Hund bei mir gekauft und mitgenommen."

Au, nein, nun auch dies noch, Empfang von der komischen Seite und kein Futter für den kleinen Sascha. Fing ja alles so super toll an.

Sascha tapste zwischenzeitlich, in Richtung Küche. Da ging plötzlich nichts mehr. Alle vier Füsschen rutschten ihm auf dem Plattenboden weg.
Da lag er nun wieder. Meine Mutter schaute ihm interessiert zu. Täuschte ich mich, oder sah ich ein insgeheimes Strahlen in ihren Augen?!

Das Nachtessen hatte er noch beim Züchter bekommen. Dies erklärt auch, wieso er so brechen musste. Der Züchter hatte meiner Mutter eine Adresse angegeben unter dieser man die Nahrung kaufen könne welche er verfütterte.

Ich wollte mit Sascha noch etwas raus. Vor allem auch zum Bisi (pinkeln) machen. Er kriegte irgendwie ziemlich Angst und versteckte sich ständig hinter meinen Beinen, denn er kannte diese Gerüche und die Geräusche von der Stadt ja gar nicht.
Die Nacht ging sehr ruhig über die Bühne. Sascha schlief die ganze Nacht durch. Die Reise hat ihn doch etwas müde gemacht. Wir hatten ihm ein Plätzchen in der Küche eingerichtet.

Am Morgen musste ich zur Arbeit, und meine Mutter kümmerte sich um die Nase.
Sie machte sich auf den Weg in die Tierhandlung, die ganz am andern Ende der Stadt lag, um das Futter zu holen.
Am Abend traf ich die Hausbewohnerin über uns. Sie fragte mich: "Haben Sie neuerdings Kanarienvögel? Ich höre den ganzen Vormittag über so ein komisches piepen." Das Piepen stammte von Sascha. Er hat sich logischerweise alleine gefühlt und gejammert.

Meine Mutter packte Sascha in den ersten Tagen, da er noch nicht so recht laufen wollte (konnte), in den Einkaufskorb und trug ihn den Berg rauf ins Grüne, wo er sich mit grosser Freude bewegte. Tja, was habe ich gesagt, sie mochte den Kleinen.

Man durfte das ganze Leben lang nie etwas gegen Sascha sagen, sie liebte ihn so sehr.

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